Zeit ist ein hohes Gut

Viele kommen gar nicht darauf, wie schön man sich das Leben machen kann. Wenn Sie erst einmal ausgestiegen sind, werden Sie sich rückblickend fragen, warum Sie so übertrieben polarisiert auf Ihre Arbeit waren. Sie kennen dieses Gefühl aber bereits heute schon, weil Sie es jedes Mal hatten, als Sie mal vorübergehend im Urlaub waren. Quelle: Dr. Petra Bock, 2:42 min. Freie Zeit bedeutet Glück und Lebensqualität. Der heute vorherrschende Mangel an Zeit in unserer Gesellschaft ist eine Folge der Industrialisierung und Globalisierung. Zeit hat heute einen ökonomischen Wert. Daher haben wir ein Zeitproblem. Der Markt, in dem sich der Wettbewerb zunehmend globalisiert, zwingt zu dichteren Arbeitsbedingungen als früher. Auch steigt die Komplexität unserer Arbeit und damit auch der Kommunikationsbedarf - Folge: Kalender werden vollgepflastert mit Terminen, Dienstreisen, endlose Besprechungen, gefangen in Meetingräumen gegen unsere eigenen, natürlichen Bedürfnisse, kein Entkommen möglich.

Wir stellen fest, was die freie Zeit angeht, dass wir arm sind.

Daher kann es empfehlenswert sein, unseren materiellen Wohlstand zugunsten des immateriellen "Zeitwohlstands" zu überdenken. Oft ist es vernünftig, ja vernünftig!, unseren Lebensschwerpunkt bewusst zu verschieben in Richtung von mehr Freizeit, mehr Muße, mehr Selbstbestimmung über die Zeit, sowie höherer Qualität der gelebten Zeit mit mehr entdichteter Zeit.

Sicherheit, Risiko und Lebensqualität

Wir leben, zumindest in der westlichen Welt und in Deutschland, in einer Gesellschaft der Freiheit und der Möglichkeiten, die es bisher so noch nicht gab. Wir sind so frei wie nie, müssen für diese Freiheit aber den Preis des "Entscheidenmüssens unter Risiko" bezahlen. Wir fragen uns zum Beispiel: Aussteigen ja, aber reicht die Rente?

Entscheidungen zu solchen Fragen fallen uns extrem schwer und wir geraten bei der Suche nach einer Antwort meist in eine Endlosschleife, in der wir die Konsequenzen solcher Entscheidungen immer wieder aufs Neue prüfen - ohne Ergebnis. Wir sollten es mit der Prüfung jedoch nicht zu genau nehmen, denn durch die teils massiven, schnellen und mittlerweile globalen Veränderungen unserer Welt können wir nicht wirklich alles vorausberechnen und wissen, ob wir immer das Richtige tun.

Stellen Sie sich daher diese einfache Frage: Welchen Preis zahle ich heute?

Bei der Beantwortung dieser Frage dürfte klar sein: Die Strategie, sich jahrzehntelang für eine angebliche "Sicherheit" zu verbiegen, ist ein zu hoher Preis. Warum? Weil das Wertvollste, was wir haben, unsere Lebenszeit ist. Richten Sie Ihre Ziele daher lieber nach einer hohen "Lebensqualität" aus, denn wenn wir unsere Priorität auf Lebensqualität setzen, gestatten wir unserer eigenen Intuition, wirklich gute Entscheidungen zu treffen.

Entscheidungen zugunsten einer besseren Lebensqualität lassen sich auch immer gut mit unserem Gewissen vereinbaren, für viele der ausschlaggebende Punkt, da unser Gewissen, geprägt von unserer Herkunft und Erziehung, eine plausible Begründung zu unserer Entscheidung einfordern wird. Sobald wir beabsichtigen auszusteigen, kreisen unsere Gedanken um alles, was wir verlieren werden oder verlieren könnten. Auch Ihre Freunde und Bekannte "helfen" Ihnen tatkräftig dabei, Ihre bevorstehenden Verluste möglichst vollzählig zu benennen. Bemerkenswert ist, dass alles was wir gewinnen, wenn wir aussteigen, kaum ein Thema ist. Der Grund dafür ist einfach: die Zukunft ist unklarer als die aktuell bekannte Gegenwart.

Beantworten Sie daher diese Frage: Was entgeht mir heute?

Ein weiteres Risiko in unserer Gesellschaft ist das sog. "Langlebigkeitsrisiko". Der Begriff stammt aus dem Versicherungswesen und bezeichnet das Risiko einer Rentenversicherung, dass eine versicherte Person länger lebt als erwartet. Dieses Risiko wird heute zum "privaten Risiko" eines jeden Menschen erklärt. Klar ist, dass immer mehr Menschen im Durchschnitt immer älter werden. Anstatt aber darauf stolz zu sein und dafür dankbar zu sein, wird diese Entwicklung zur "persönlichen" Katastrophe aufgebauscht. Das führt dazu, dass heute die erste Generation der Menschheitsgeschichte, in der so viele Menschen so alt werden wie nie zuvor, es vor allem ängstigt, alt zu werden, anstatt sich darüber zu freuen. Diese Entwicklung lässt sich besonders bei uns in Deutschland beobachten, ist aber paradox, denn alle Generationen vor uns haben sich ein längeres Leben gewünscht und angestrebt.

Ich sitze fest im Sattel

Ja, ich habe einen guten Job, keine Frage. Es ist jedoch so, dass ich viele weitere Interessen habe, denen ich in meinem Leben nachkommen möchte. Außerdem ist mir meine Gesundheit sehr wichtig. Und überhaupt, ich lege keinen großen Wert darauf, der reichste Mann/Frau auf dem örtlichen Friedhof zu sein. Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter.

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